Archiv der Kategorie 'Veranstaltungen'

Festival in Hellersdorf am 03.09.2011 !!!

Das rand.gestalten-Festival

Wer wir sind und was wir wollen
Wir sind Jugendliche überwiegend aus Marzahn-Hellersdorf und fühlen uns dem seit über 10 Jahren existierendem Hausprojekt AJZ Kita und der darin behausten Kneipe „La Casa“ verbunden. Da es seit einigen Jahren an symphytischen Veranstaltungen, wie etwa dem Kulturschock-Festival oder auch dem damaligen Rock für Links, im Bezirk mangelt wollen wir selber etwas auf die Beine stellen. Da uns diese Festivals beeindruckten und beeinflussten halten wir es wichtig, dass in vermeintlich „toten“ Bezirken wie Marzahn-Hellersdorf, trotzdem explizit linke Veranstaltungen stattfinden, um alternative Lebensweisen und gegen den politischen Mainstream stehende Meinungen und Überzeugungen offen und laut aufzuzeigen.

Worum geht es konkret
Was wir uns vorgenommen haben ist, am 3.9. im Garten des AJZ ein kostenloses Open-Air Festival mit und für alle korrekten Leute nicht nur aus dem Bezirk zu veranstalten. Neben einer Bühne soll es auch politische Infostände, Essen, Trinken, Graffitiwände, eine Feuershow und danach eine Aftershow Party im La Casa geben.

Mehr Infos zum Festival: http://randgestalten.blogsport.de/

Spacibo – Wir danken den Alliierten für die Befreiung vom Nationalsozialismus

Am 21.April fand am ersten befreiten Haus Berlins wie jedes Jahr eine Kundgebung statt, um den Alliierten und besonders der Roten Armee für die Befreiung vom Nationalsozialismus zu danken. Circa 50 Menschen nahmen an der Kundgebung teil, zu der die Partei „Die Linke“ aufgerufen hatte. Neben Dagmar Pohle (Die Linke), der Bezirksbürgermeisterin von Marzahn-Hellersdorf, und Vertretern von Grünen und SPD hielt auch ein Vertreter der Antifa Marzahn Hellersdorf einen Redebeitrag:

Liebe Antifaschistinnen und Antifaschisten, liebe Freundinnen und Freunde! Ich freue mich Sie als Vertreter der Antifa Marzahn Hellersdorf begrüßen zu dürfen.

Genau heute an diesem Ort vor 66 Jahren war es endlich soweit. Die Rote Armee stieß ins Herz Nazideutschlands vor. Eine Zeit des Leids und des Grauens nahm ihr Ende.

In seinen Todeszuckungen zeigte Nazideutschland noch einmal seine hässlichste Fratze. Besonders gegen die Jüdinnen und Juden in den KZs richtete sich der gesamte Vernichtungswahn der Deutschen. Noch Tausende starben in den Todesmärschen der letzten Tage. Der Mythos des Deutschen als Opfer des Krieges zerbricht an der Opferbereitschaft jener, die sich ich den letzten Tagen an der Front der Roten Armee entgegenstellten und für einen Endsieg kämpften. Der Mythos des Deutschen als Opfer des Nationalsozialismus zerbricht an der Bereitschaft der Deutschen, die bis zuletzt für ihn, den NS, kämpften und mordeten.

Die Verbrechen der Deutschen, jener die weg sahen, jener, die duldeten, jener, die mit liefen und mit mordeten, zwangen die Alliierten dazu, die Deutschen militärisch zur Vernunft zu zwingen. Der Sieg der Alliierten ist daher kein Grund zur Trauer, sondern zur Freude. Mit der erzwungenen Kapitulation Nazideutschlands gewannen nicht nur die Alliierten, sondern auch die Freiheit. Wir danken daher der Anti-Hitler-Koalition. Wir danken ihr, dass sie die Schrecken des Nationalsozialismus bannte. Wir danken den Soldat_innen und Widerstandskämpfer_innen, die häufig ihr Leben gaben, um den deutschen NS zu besiegen und wir gedenken ihnen in tiefer Trauer.

Doch die militärische Vernichtung Nazideutschlands bedeutet nicht das Ende dem Nationalsozialismus verwandter Ideologien. Ausgrenzende und diskriminierende Ideologien haben bis heute bestand. Die Progrome von Rostock-Lichtenhagen, Müggel und Solingen Anfang der 90er Jahre sind nur die Spitze des Eisberges. Die Begeisterung für einen rassistischen Sarrazin zeigt die erschütternde Konsistenz einer Ideologie, die den Menschen an seiner Verwertbarkeit für den Standort Deutschland misst. Die Selbstinszenierung Deutschlands als „geläuterte Nation, die die Vergangenheit überwunden hat“ ist Hohn an den über 150 aus rassistischer Motivation ermordeten Menschen seit der Vereinigung. Sie ist Hohn an jenen, die tagtäglich mit den zum Teil institutionalisierten Rassismen, Antisemitismen, wie Sexismen konfrontiert werden. Sie ist Hohn an jenen, die unter Ausgrenzung, Unterdrückung und Ausbeutung zu leiden haben.

Daher wird heute jedes Gedenken zur Farce wenn ihm nicht ein antifaschistisches Denken und Handeln folgt. Oder um es mit dem Schwur von Buchenwald zu sagen: „Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.“

Spacibo – Wir sagen Danke!

have a dream – Kampagne

Aktionswochen für linke Utopien und Vernetzung am Stadtrand

Die „have a dream“ – Kampagne feierte mit einer fetten Party am Freitag ihren Auftakt und jetzt geht’s richtig los!
Um ein wenig Farbe in den grauen Alltag zu bringen beginnen nun die „Aktionswochen für linke Utopie und Vernetzung am Stadtrand“ mit Infoveranstaltungen, Workshops, Partys, Konzerten und und und… seid dabei! Alle Termine der Kampagne findet ihr unter http://haveadream.blogsport.eu/ und die, die in Mahrzahn/Hellersdorf stattfinden auch auf unserer Seite.

In unserer Kampagne wollen wir euch auch einige coole Locations vorstellen und zwar in Hellersdorf das La Casa und die Projektwerkstatt W.u.T. (Wort und Tat), in Weissensee die Bunte Kuh und in Karlshorst das UJZ (Unabhängiges Jugend Zentrum).

Locations:

La Casa / Projektwerkstatt W.u.T.
Wurzener Str.6
12627 Berlin-Hellersdorf
U5 Louis-Lewin-Straße
www.la-casa.so36.net
www.suburbanhell.org/wut/

Bunte Kuh
Bernkastelerstr. 78
13088 Berlin-Weissensee
Tram M4, 27 Buschallee
www.buntekuhverein.de

UJZ Karlshorst
Hönower Str.30
10318 Berlin-Lichtenberg
Tram M17, 27 HTW/Treskowallee/ S3 Karshorst
www.ujz-karlshorst.de

Termine

Layoutworkshop | 12.03. | 17:00Uhr | Projektwerkstatt W.u.T. (La Casa) | Wurzener Str.6

Deine Band spielt blad wieder ein Konzert, du planst die mega Party oder möchtest an deiner Schule eine Infoveranstaltung machen. Alles ist bestens vorbereitet doch beim Leute einladen hapert es, denn die Flyer, die du mit Paint gelayoutet hast, sehen mies aus. Das sollte bald kein Problem mehr sein, denn wir zeigen euch die Basics, wie ihr professionell Flyer, Plakate oder Sticker layoutet.

Bitte bringt eure Laptops mit!

La Casa Jubiläumsfeier | 12.03. | 21:00Uhr | La Casa | Wurzener Str.6

Die selbstverwaltete Kneipe „La Casa“ hat Geburtstag. Ein Jahrzehnt lang alternative Freiräume in Hellersdorf! Gefeiert wird mit einem Punkkonzert – danach läuft feinste Mukke von den Haus-DJs. Zum Jubiläum hat sich das Kollektiv vom La Casa außerdem ein paar Überraschungen einfallen lassen…mehr Infos dann unter www.la-casa.so36.net

Infoveranstaltung |16.03. | 17:30Uhr | Projektwerkstatt W.u.T. (La Casa) | Wurzener Str.6

„Polizeiratgeber für den Alltag“. Auch im Alltag, also abseits von Demonstrationen, kommt mensch recht schnell in Berührung mit Polizei und Justiz. Wenn es euch mal erwischt hat, dann ist das ärgerlich und kostet meistens Nerven. Wir wollen mit euch zusammen über verschiedene Situationen sprechen, bei denen ihr ungewollt in Kontakt mit den Freundinnen und Helfern geraten könnt.
Anschließend kann bei Bier und Kicker entspannt werden, dazu gibt es gegen Spende etwas zu Essen. Ab ca. 22:00Uhr findet nebenan im „La Casa“ eine Pop-Punk/Electro-Party statt.

weitere Termine findet ihr unter www.haveadream.blogsport.eu

Hinaus zur Silvio Meier Demo 2010

Kampf den Nazis – Kampf dem Staat!
Für eine Gesellschaft ohne Rassismus und Unterdrückung

Am 21. November 1992 wurde der Hausbesetzer und Antifaschist Silvio Meier von Neonazis im U-Bahnhof Samariter Straße erstochen. Seine Mörder kamen völlig ungestraft bzw. mit geringen Haftstrafen davon. Auch die Faschisten, die im vergangenen Sommer einen jungen Linken in Friedrichshain durch einen „Bordsteinkick“ beinah umbrachten, erhielten ebenfalls geringe Haftstrafen.

Jedes Jahr, seit dem Mord an Silvio Meier, findet deshalb in Berlin eine Gedenkdemonstration statt. Mitten in einem gesellschaftlichen Rechtsruck, Abschiebungen, regelmäßig stattfindenden Naziaufmärschen, rassitischer Gewalt und einer zunehmenden Verarmung breiter Teile der Bevölkerung, ist Widerstand nötiger denn je. Dieses Jahr wollen wir deshalb den rassistischen Grundkonsens der „Normalbevölkerung“ und den der staatlichen Akteure thematisieren.

Gegen diese Zustände, gegen den zunehmenden Nazi- und den anhaltenden Abschiebeterror, der die Forderung “Ausländer raus!” der Nazis praktisch umsetzt, wollen wir am 20. November auf die Straße gehen. Unser Kampf kann langfristig nur erfolgreich sein, wenn wir ihn gemeinsam führen. Es gilt, den antifaschistischen Kampf mit dem Kampf gegen den Staat zu verbinden, ihn auf eine breite gesellschaftliche Basis zu stellen und offensiv zu führen.

Raus aus der Isolation, raus auf die Straße! Demonstriert mit uns in Gedenken an Silvio Meier und alle anderen von Nazis und staatlichem Rassismus Ermordeten!

Demo: Samstag | 20. November 2010 | 15 Uhr | U-Bhf. Samariter Straße
Mahnwache: Sonntag | 21. November 2010 | 15 Uhr | U-Bhf. Samariter Straße
Party: Samstag | 20. November 2010 | 21 Uhr | K9 / Kinzigstraße 9

Weitere Infos: www.silviomeier.de.vu